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Astheimer Quittenlehrpfad

Den Astheimer Quittenlehrpfad findet man an der unterfränkischen Mainschleife bei Volkach/ Ortsteil Astheim. Dieser ist ein 4 km langer Rundwanderweg durch das 2007 für Naturtouristen erschlossene Quittenreservat, wo anhand 12 informativer Thementafeln entlang der Route, wissenswertes über die fast vergessene Obstart Quitte vermittelt wird.

Mit 100 jährigen Baumgreisen stehen dort in der Gemarkung des Holzmorgens die deutschlandweit ältesten, obstbaulich kultivierten Quittengehölze, welche darüber hinaus zwischen Flurgrundstücken wurzeln, die in ihrer Parzellenstruktur fast unverändert, auf ein historisches Lehen des Astheimer Kartäuser Klosters im 18. Jahrhundert zurückgehen.

Gerade in der Kulisse des traditionellen Obstbaus, wo Apfel-, Birnen-, und Zwetschgenbäume direkt nebeneinander mit Kirschen, Pfirsichen und Walnüssen gepflanzt wurden, können die alten Astheimer Quittenbestände auch noch ihren geschichtsträchtigen Anbauwert zur vollen Geltung bringen und offenbaren nicht nur eine pomologisch interessante Sortenvielfalt der Gattung Cydonia oblonga, sondern lassen dem Wanderer von Etappe zu Etappe, den idyllisch gelegenen Weg selbst schon zum erholsamen Ziel werden.

Der sich quer durch obstbauliche Flur, Natur- und einem Wasserschutzgebiet erstreckende Quittenlehrpfad, wird nach einer Zählung vom Bund Naturschutz/ Ortsgruppe Volkach, von ca. 70 Wildpflanzen umsäumt und bot dort am Astheimer Nordhang binnen der letzten 20 Jahre 55 Vogelarten einen wertvollen Lebensraum, den es auch in Zukunft zu erhalten gilt.

Damit das landschaftliche Charakteristika langfristig bewahrt bleibt, werden vom fränkischen Rekultivierungsprojekt alter Quittensorten auch wieder Generationslücken schließende Neupflanzungen entlang der "Rangenteile" integriert, wie die historischen Grundstücke von den Einheimischen seit jeher genannt werden.

Für ein näheres Kennenlernen des Astheimer Quittenlehrpfads sind neben festem Schuhwerk, die Monate Mai - Okt. empfohlen. Um den Astheimer Quittenlehrpfad jedoch ganz zu entdecken ist ein zweimaliger Besuch unabdinglich, wenn einmal die atemberaubende Blütenpracht im Wonnemonat Mai (Monatsmitte) sich in lautem Gesumme von Bienen und Hummeln öffnet und ein weiteres Mal im Herbst, wenn die Quittenfrüchte zur Reife golbgelb leuchten und das Landschaftspanorama mit ihrem aromatischen Duft erfüllen.


Lage des Astheimer Quittenlehrpfads:

Astheim liegt gegenüber von Volkach am Main. Mit dem Auto ist es über die A3 (Ausfahrt Kitzingen/Schwarzach) weiter in Richtung Volkach/Schweinfurt und die A7 (Ausfahrt Würzburg/Estenfeld) in Richtung Volkach zu erreichen. Von Würzburg aus folgt man der B19 in Richtung Schweinfurt und biegt nach der A7 in Richtung Volkach ab.
Oder siehe Anfahrt Mainschleifenbahn (www.mainschleifenbahn.de).

Anfang des Astheimer Quittenlehrpfads ist am Friedhof, gegenüber der Ortseinfahrt.

Themen des Astheimer Quittenlehrpfads:

  • Die historische Flur der Rangenteile
  • Etappen des Sortenschwunds
  • Astheimer Perlquitte
  • Spektrum der Quittenverarbeitung
  • Philosophie des Rekultivierungsprojekts
  • Die Quittenfrucht als Heilmittel
  • Pflanzenkundliches zur Quitte
  • Quittenobst auf Weltumsegelung
  • Bahnbau & italienische Quittensteckling
  • Mythologie & Quittensymbolik
  • Nutzungswandel der Quittenranger
  • MUSTEA
  • Bei Interesse eines Besuchs des Astheimer Quittenlehrpfads an der wunderschönen Mainschleife, empfehlen wir den Reiseführer für Natur- und Kulturfreunde:
    "Die Volkacher Mainschleife und ihr reizvolles Umland" von Gabi Bergauer
    ISBN 978-3-00-023915-1
    www.bergauers-zdk.de

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