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MUSTEA quittenweinbau

Dass man Quitten zu einem köstlichen Wein vergären lassen kann, fand schon in der frühen ägyptischen Zivilisation sein Brauchtum und auch die Römer mussten mit der Herstellung von Quittenwein mehr als vertraut gewesen sein, da nach schriftlichen Aufzeichnungen, wie im Naturkundebuch von Plinius (23-79 n. Chr.) über damals verbreitete Quittensorten, sogar im speziellen eine Mostquitte beschrieben wird, die ihrer Zeit den Namen Mustea trug.

Im Hinblick darauf, dass etliche in der Vergangenheit etablierte Quittenvarietäten unauffindbar geworden sind und kaum noch jemand den aromatisch mundenden Wein aus gemosteten Quitten kennt, prädestinierte sich die vergessene römische Mostquitte Mustea als symbolreiche Namensstifterin der Marke MUSTEA, welche die Qualitätserzeugnisse des fränkischen Rekultivierungsprojekts alter Quittensorten kennzeichnet.

Die Spezialisierung auf Quittenwein hin zu unserem MUSTEA quittenwein, war jedoch erst nach einem radikalen Bruch mit Anleitungsempfehlungen aus der Fachliteratur für Obstweine, Fruchtweine, Beerenweine oder sonstigen kursierenden Rezepte zur Herstellung von Quittenweinen möglich und verlangte eine intime Rückbesinnung auf die eigenen Geschmacksnerven mit autarkem Zungenspitzengefühl. So wird der für unseren MUSTEA Weinausbau bestimmte Quittenrohsaft weder abgekocht, im Vorfeld geschwefelt bzw. auch nicht im Weiteren mit Gelatine, Bentonit, artfremden Enzymen oder künstlichen Aromastoffen behandelt, noch nach der Gärung mit Zucker gesüßt oder gar mit Traubenwein verschnitten. Ebenso verwenden wir keine Asbestfilterschichten und ersetzen die in der Fruchtweinherstellung übliche Heißabfüllung der Flaschen durch eine das Originalaroma schonende Kaltsterilabfüllung.

Vorraussetzung und Credo für unseren individuellen Weg beim Ausbau unserer MUSTEA quittenweine ist ein konsequentes Qualitätsmanagement bei der Auswahl des zum mosten vorgesehenen Ernteguts und der zum Herstellen eines hochwertigen Naturprodukts geeigneten Kellertechnik, was sich bei unseren MUSTEA Erzeugnissen, sowohl in der vorzüglichen Bekömmlichkeit, als auch in anspruchsvollem Genusscharakter reflektiert.

Allein von unseren Rekultivierungsflächen keltern wir jeden Herbst mehrere Tonnen Quitten, die dann Jahrgangsecht in großen Edelstahlbehältern der modernen Kellerwirtschaft (bzw. in original 225 l. Barriquefässern) zu den inzwischen schon legendären MUSTEA quittenweinen ausgebaut werden.

Mit einer sich über die Wintermonate hinziehenden Gärphase, verfolgen wir einen geduldigen Stil des Weinmachens, in dem die Hefeaktivität möglichst lang, aber auch umso feinstrukturierter das fruchtige Bukett im Most aufschließen kann und nach und nach die etwa 120 natürlich vorhandenen Aromen der Quitte zur vollen Reife gelangen, welche in ihrem kulinarisch faszinierendem Zusammenwirken, den MUSTEA quittenweinen ein vollendetes Aroma verleihen.

Für den Gourmet des ganzheitlichen Genusses und philosophischer Gaumenfreude ist es gewiss noch von Interesse, dass die MUSTEA quittenweine eine Schlüsselrolle des fränkischen Rekultivierungprojekts alter Quittensorten einnehmen, in dem wir zum einen die Ernten, der von uns geschützten Quittenbestände verwerten können und zum anderen, die Verwertung wiederum unsere Erhaltungsarbeit (Baumpflegearbeiten, Sortenerfassung, Sortengarten, Pachtflächen, Instandhaltung des Astheimer Quittenlehrpfads etc.) überhaupt erst ermöglicht und die Renaissance der Quitte maßgeblich subventioniert.

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